Immer mit der Ruhe – der richtige Umgang mit Stress

von Julian am 18. September 2013

Ein Gastbeitrag von Stephan Wießler

stephanwiesslerStephan Wießler ist Trainer und Coach für Charisma und Motivation. Auf seinen Seminaren und in seinen Coachings konnte er schon vielen Menschen einen deutlich besseren Umgang mit Stress und dem Leben im Allgemeinen verhelfen. Über seine Erfahrungen schreibt er auch auf seinem Blog.

Burnout, Stress, Zeitdruck, Depression – alles Symptome unserer Zeit. Wie Du in stressigen Situationen einen klaren Kopf bewahrst und mit Ruhe und Gelassenheit ans Werk gehen kannst, das erfährst Du in diesem Artikel.

Vielleicht kennst Du diese Momente. Die Momente, in denen Dir alles zu Kopf steigt. Momente, in der Du keinen klaren Gedanken mehr fassen kannst, weil alles zu viel wird. Alle Aufgaben scheinen auf denselben Zeitpunkt zu fallen, und Du weißt nicht, wo Du anfangen sollst. Dir fehlt der Überblick und Du kannst keine freie Entscheidung treffen.

Was bedeutet zu viel Stress?

In diesen Situationen bist Du einfach überladen. Es stehen verschiedene Probleme zu lösen an und Dein Kopf weiß einfach nicht, mit welchem Problem er beginnen soll. Kaum bist Du mit dem einen gedanklich beschäftigt, drängt sich schon das nächste in deine Gedankenwelt. Der Stresspegel steigt, denn Dein Kopf weiß einfach nicht, wie er die Probleme strukturieren soll.

Zu den ganzen Gedanken kommen noch negative Emotionen dazu und es scheint einfach alles zu viel zu sein.

Das Problem an solchen Situationen ist, das viele Menschen dazu geneigt sind, durch den Stress schlechte Entscheidungen zu treffen. Denn als Faustregel gilt:

„Gute Entscheidungen trifft man mit guten Gefühlen.“

Wenn Du Dich also in Zukunft in einer solchen Situation wiederfindest, dann gehe die folgenden einfachen zwei Schritte durch, komme zur Ruhe und triff eine gute Entscheidung.

Wie Du in stressigen Situationen zur Ruhe gelangst

1. Schalte ab!

Genau in den Situationen, in denen Du keine Zeit zu haben scheinst und der Stress besonders hoch ist, ist es sehr sinnvoll, Dir erst einmal Zeit für Dich zu gönnen.

Gehe dazu folgendermaßen vor:

Suche Dir einen ruhigen Ort, wo Du Dich für Dich zurückziehen kannst. Wo Du wirklich keine Ablenkung hast und Dich voll und ganz entspannen kannst.

Jetzt heißt es erst einmal zu Ruhe kommen. Setze Dich dazu in einen gemütlichen Sessel oder lege Dich hin. Schließe Deine Augen. Und dann erlaube Dir, alle Gedanken, die mit dem Stress verbunden sind loszulassen. Das könnte Dir zu Beginn etwas schwer fallen, doch wenn Du das regelmäßig übst, wird es Dir immer einfacher fallen und Dir insgesamt mehr Gelassenheit in Dein Leben bringen.

Während Du sitzt oder liegst und die Augen geschlossen hast, beobachte zunächst ganz in Ruhe Deine Gedanken. Welche Probleme wollen jetzt unbedingt gelöst werden? Welche Aufgaben müssen sofort gelöst werden? Schau Dir die Gedanken dazu in Deinem Kopf an. Und dann sag zu Dir folgendes:

„Ich erlaube mir jetzt, diese Gedanken loszulassen und vertraue voll und ganz darauf, dass ich eine Lösung finden werde.“

Und jetzt kommt der schwierigste Part. Setze die Worte auch in die Tat um. Das bedeutet, dass Du den Stressgedanken keinen Wert mehr gibst. Du erlaubst Dir diese gehen zu lassen. Das kann schon schwer fallen, sich das zu erlauben, da das Problem ja sofort gelöst werden will. Nichts desto trotz ist das genau der Schlüssel, um den Stress aus Deinem Alltag zu verbannen.

Anschließend konzentrierst Du Dich auf Deinen Körper. Erlaube Dir zu entspannen. Fange mit den Zehen an. Denke an Deine Fußzehen und entspanne sie nach und nach. Mache mit den Füßen weiter und entspanne dabei ganz bewusst alle Muskeln. Und so machst Du weiter, die Beine hinauf, den gesamten Körper entlang bis zu Deinem Kopf.

Erlaube Dir in diesem entspannten Zustand zu sein und konzentriere Dich voll und ganz auf die Entspannung. Bleibe in diesem Zustand so lange, wie es Dir angenehm ist. Ich mache das zwischen 10 Minuten und einer Stunde.

Wenn Du fertig damit bist, dann gehe zu dem zweiten Schritt über.

2. Strukturiere Deine Aufgaben

Nimm Dir einen Zettel und einen Stift und schreibe die zu lösenden Probleme oder die zu machenden Aufgaben auf einen Zettel. Damit sind sie aus Deinem Kopf.

Und dann bringe die Probleme bzw. Aufgaben in eine Reihenfolge. Was kommt als erstes? Was ist am wichtigsten? Setze klare Prioritäten und dann arbeite Aufgabe für Aufgabe ab. Und für Deine Probleme: triff sinnvolle Entscheidungen. Kannst Du das Problem jetzt gerade lösen? Wenn nicht, dann triff die Entscheidung, das Problem gehen zu lassen.

Durch die vorherige Entspannung sollten Deine Gedanken deutlich klarer sein und Du solltest bessere Entscheidungen treffen können.

Gib Dir regelmäßig Ruhe

Um mit dieser Technik die gewünschten Ergebnisse zu erzielen, ist das Üben am wichtigsten. Mit jedem Mal lernst Du mehr loszulassen und es wird Dir zum einen immer leichter fallen, und zum anderen viel Stress ersparen. Am besten ist, wenn Du diese Übung jeden Tag machst. Dadurch sorgst Du für mögliche stressige Situationen vor.

Im nächsten Artikel aus der Serie „Stress“ geht es um die positive Variante des Stress – dem sogenannten Eu-Stress. Wenn du darüber informiert werden willst wann der neue Artikel erscheint, dann kannst du dich auf untenstehendem Formular eintragen.

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{ 3 Kommentare… sie unten lesen oder einen hinzufügen }

Tim September 19, 2013 um 16:14

Hey Stephan,

super Artikel, wieder einmal ist das große Schlagwort „Selbsterkenntnis“. Wenn wir erkennen, was uns belastet und was nicht, haben wir schon die halbe Miete drin 🙂

Grüße

Tim

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Stephan September 23, 2013 um 15:48

Hey Tim,

danke Dir! Ja, erkennen und handeln ist eine gute Kombi 🙂

Grüße,

Stephan

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Ben September 23, 2013 um 16:49

Cooler Artikel, Stephan! Weiter so! 🙂

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