Polyphasenschlaf – Everyman – Tag 1-5

von Julian am 22. Oktober 2013

Im letzten Artikel „Polyphasenschlaf, das 30-Tages Experiment“ hatte ich bereits meine Motivation für mein Schlaf Experiment geschildert. Im heutigen Beitrag geht es um meine tatsächlichen Erfahrungen angefangen bei Tag 1 bis Tag 4.

Gestern befand‘ ich mich bei Tag 5 des 30-Tages Schlaf Experiments. Bei diesem Versuch geht es darum nicht an einem Stück zu schlafen, sondern den Schlaf auf den gesamten Tag zu verteilen. Hintergrund ist hier, dass beim normalen, zusammenhängenden Nachtschaft immer auch Stunden dabei sind, die dem Körper nicht wirklich bei der Erholung helfen. Durch die Aufteilung und Reduzierung des Schlafs zwingt man seinen Körper dazu die vorhandene Schlafzeit möglichst optimal auszunutzen.

Erfahrungen aus Tag 1-3

Ich habe mich für die Variante „Everyman“ mit 3 bzw. 3,5 Stunden Kernschlafzeit entschieden. Während dieser Zeit schläft man ganz normal – tagsüber gibt es dann noch 3 ergänzende Kurzschläfe à 20 Minuten.

Angefangen habe ich mit folgendem Schlaf-Rhythmus: 3.30 Uhr – 7 Uhr (Kernschlafzeit) – 12:00 – 12:20 Uhr (Kurzschlaf 1) – 17.00 – 17:30 Uhr  (Kurzschlaf 2) – 22.30 – 23 Uhr (Kurzschlaf 3).

Die ersten drei Tages des Experiments waren überraschend einfach, auch wenn ich während der 20-Minuten Schläfe erstmal nicht eingeschlafen bin. Der erst kürzlich zurückliegende Urlaub und meine Begeisterung für das Experiment haben hierzu sicher ihren Anteil geleistet.

Erstes Hochgefühl an Tag 4

Am vierten Tag hatte ich dann meinen ersten, kleineren Durchbruch. Interessant ist hierbei, dass ich diesen erst nach einer extrem schwierigen morgendlichen Phase hatte. Nach dem Aufstehen war ich nämlich erstmal extrem müde. Ich konnte meine Augen kaum offenhalten und ich erlebte mehrere Sekundenschläfe direkt vor meinem Computer. Als ich mich dann für den ersten 20-Minuten Schlaf hinlegte, schlief‘ ich mehr oder weniger direkt ein. Dabei träumte ich sehr intensiv . Hinterher hatte ich den ganzen Tag über ein extremes Hochgefühl, ich fühlte mich ausgeschlafen, wach und konnte auch produktiv arbeiten. Am liebsten hätte ich mich gar nicht mehr hingelegt. Genau das machte ich dann aber trotzdem, um mich eben an den Plan zu halten und nicht hinterher vielleicht doch eine böse Überraschung zu erleben.

Tag 5 Erfahrungen

Gestern war es dann soweit – Tag 5 – auch dieser Tag gestaltete sich relativ einfach. Ich war wach und arbeitete den ganzen Tag über extrem produktiv. Nach einem vollgepackten Tag ging ich am späten Abend dann noch ins Fitness Studio. Gestern legte ich auch meine neuen Schlafzeiten fest.

Vorgestern habe ich dann gelesen, dass die Qualität des Tiefsschlafs umso besser ist, je näher der Schlaf am tatsächlichen Dunkelwerden dran ist. Je früher man einschläft und je dunkler es ist, desto besser ist die Tiefschlaf Phase. Zum Anbruch des Tages hin geht die Qualität des Schlafs mehr in Richtung leichten Schlaf und Träumen. Wer seine Kernschlafzeit also auf später in der Nacht verlegt, der verzichtet möglicherweise auf Tiefschlaf. Dafür sieht es zu dieser Zeit besser aus, was das Träumen angeht.

Um diesen Zusammenhang zu berücksichtigen habe ich deshalb jetzt erstmal folgenden Schlafplan aufgestellt. Unter der Woche: 1.00 – 4.30 Uhr (Kernschlafzeit), 9.30 – 10 Uhr (Kurzschlaf 1), 15.00 – 15.30 Uhr (Kurzschlaf 2), 20.30 – 21 Uhr (Kurzschlaf 3). Am Wochenende verschiebe ich meine Kernschlafzeit auf 3.30 Uhr – 7 Uhr, wie weiter oben schon beschrieben.

Koffein während der ersten 5 Tage

Über den gesamten Zeitraum von 5 Tage habe ich ingesamt 3 Tassen schwarzen Tee getrunken. Das wars. Es wird für den Everyman und jede andere Form des Polyphasenschlafs empfohlen auf Koffein komplett zu verzichten. Trotzdem werde ich mir morgens früh sicher eine Tasse Tee nicht verkneifen. Auch am Wochenende wird Koffein mir dabei helfen meine Kernschlafzeit von 1 Uhr auf 3.30 Uhr nach hinten zu verlagern.

 

 

{ 1 Kommentar… ihn unten lesen oder einen hinzufügen }

Carolin Monsberger Oktober 24, 2013 um 19:15

Danke für dein „Tagebuch“, wirklich sehr interessant und habe jetzt schon oft davon gehört. Bin gespannt, wie es weitergeht!
Wünsche dir viel Durchhaltevermögen 🙂

ganz liebe Grüße

Antworten

Einen Kommentar hinterlassen

Vorheriger Beitrag:

Nächster Beitrag: