Polyphasenschlaf, das 30-Tages Experiment

von Julian am 20. Oktober 2013

Was hat mein Fuerte Ventura Aufenthalt mit dem 30-Tages Experiment „Polyphasenschlaf“  zu tun? Um diese Frage und meine Motivation für den „Everyman“ geht es im heutigen Artikel.

Corralejo, FuerteventuraWas hat also nun mein Aufenthalt auf der spanischen Insel mit Polyphasenschlaf zu tun? Nunja… während meines Urlaubs ist mir nochmal sehr klar geworden wie kurz das Leben ist und wie wenige Tage einem tatsächlich zur Verfügung stehen. Da fiel es mir dann bei meiner Rückkehr auch nicht schwer mich auf das Schlafexperiment einzulassen. Doch dazu gleich mehr.

Wer mich kennt oder mit mir auf Facebook befreundet ist, der weiß, dass ich letzte Woche für eine Woche in Fuerte Ventura zum Kitesurfen war. Ich bin ganz alleine geflogen, da ich ein ganz bestimmtes Ziel vor Augen hatte und ich eben nicht auf „perfekte Bedingungen“ warten wollte. Mit perfekten Bedingungen meine ich hier, dass zum Beispiel ein Freund oder eine Freundin mitgekommen wäre.

Arbeiten und „surfen“ auf der Insel

Obwohl ich alleine unterwegs war kann ich mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass dies einer der besten Urlaube meines Lebens war. Ich ging‘ surfen und kitesurfen und verbrachte einige Zeit auf dem Wasser und in der Sonne. Gleichzeitig hatte ich immer auch genügend Zeit um zu arbeiten – alles was ich dazu brauchte waren mein Laptop, eine Internetverbindung und mein Handy. Ich hatte mich spontan für diese Reise entschieden und deshalb auch erst 4 Tage vorher gebucht. Kundentermine hatte ich nicht abgesagt sondern vor Ort von meinem Mobiltelefon und mit mobilem Internet gemacht.

Vorzüge der kanarischen Inseln

Fuerte Ventura liegt zwar geografisch direkt von Afrika (Marokko), politisch gesehen gehört es aber zum spanischen Festland. Der Hauptvorteil hiervon ist, dass es dort deshalb nochmal deutlich wärmer ist als zB. auf Mallorca und auch im Oktober Sonnen- und Wärmegarantie bietet. In vielerlei Hinsicht habe ich es auch als sehr praktisch empfunden, dass Fuerte Ventura zur EU gehört und damit der Euro offizielles Zahlungsmittel ist. Letztendlich war mir auch wichtig, dass sich mein „Urlaubsort“ in einer Zeitzone befindet, die von der Zeitzone meiner Kunden und der meines Mitarbeiters nicht allzu weit entfernt ist.

Rückkehr von der Insel und neuer Schlafrhythmus

Die von mir gewählte Variante ist der „Everyman“ mit 3-3,5 Stunden Kernschlafzeit.

el_bastillo_fuerteventuraZu Beginn hatte ich bereits geschrieben, wie kurz das eigene Leben eigentlich ist. Eine SMS eines Freundes signalisierte mir bei meiner Rückkehr, dass er mit einem neuen Schlafrhythmus am experimentieren war. Ich war sofort neugierig, da auch mein jüngerer Bruder mir erst kürzlich von seinem Schlafexperiment berichtete. Am selben Abend (meiner Rückkehr) las‘ ich also noch alles über den sog. „Everyman“ Schlafrhythmus. Dabei schläft man zwischen 3 und 3,5- Stunden in der Nacht – und dann macht man nochmal 3 Kurzschläfe gleichmäßig über den Tag verteilt.

Ich las‘ und las‘ und las‘ und konnte nicht mehr damit auffhören. Alles was ich dort über polyphasisches Schlafen las‘ leuchtete mir sofort ein und ich hatte das Gefühl, das sofort selbst ausprobieren zu müssen. Ich hatte zwar in der Nacht vor meinem Rückflug bereits wenig geschlafen, doch das war mir egal. Ich dachte nur die ganze Zeit über: ‚Was wäre wenn das für mich funktioniert und ich durch polyphasisches Schlafen mehr Zeit gewinne, tagsüber wacher und konzentrierter bin und wenn ich gleichzeitig intensiver träume?“ – So hatte ich es jedenfalls in mehreren Erfahrungsberichten zum „Everyman“ gelesen und auch von meinem Bruder bestätigt bekommen.

Während ich diese Zeilen schreibe ist es übrigens schon spät am Abend. Die letzten 4 Nächte habe ich nicht mehr als 3,5 Stunden pro Nacht geschlafen. Ich fühle mich gerade topp fit und extrem wach. Nur heute morgen spürte ich direkt nach dem Aufsstehen eine extreme Müdigkeit… die Augen fielen mir fast zu und ich erlebte tatsächlich sowas wie Sekundenschlaf vor meinem Bildschirm. Ich ging‘ dann erstmal an die frische Luft. Anschließend wusste ich, dass ich nur noch etwas aushalten musste. Wenig später machte ich meinen ersten 20-Minuten Schlaf des Tages. Während ich in den ersten 3 Tagen fast nie während der 20 Minuten einschlief, so klappte es heute – am vierten Tag – auf Anhieb. Ich schlief innerhalb weniger Sekunden ein und träumte intensiv. Nach 20 Minuten weckte mich mein Handy wieder auf und ich war hellwach und fühlte mich wie ausgeschlafen.

Erste Ergebnisse und Auswirkungen des „Everyman“ Schlafrhythmus

In den kommenden Wochen werde ich ganz sicher über meine Erfahrungen mit dem Everyman Schlafrhythmus berichten. Ich bin im Augenblick an Tag 4 angelangt und habe das Experiment bisher noch nicht bereut. Im Gegenteil – ich blicke voller Spannung auf die kommenden Tage. Mir ist auch bewusst, dass meine Emotionen während der Umstellung auf den neuen Rhythmus durchaus Achterbahn fahren könnten. Dafür habe ich mir bereits jetzt ein paar Strategien zurecht gelegt, von denen ich glaube, dass sie mich sicher durch die nächsten Tage und Wochen bringen werden.

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