Die 7 häufigsten Gründe, warum Menschen in ihrer Komfortzone bleiben und deshalb niemals glücklich werden

von Julian am 1. August 2013

Was ist eigentlich die Komfortzone? Es ist einer der gefährlichsten Orte, die es gibt. Die meisten Menschen streben von Natur aus nach dem geringsten Weg des Widerstands. Komfort und Behaglichkeit stehen ganz weit oben auf der Liste der Dinge, die sich die Menschem am meisten wünschen.

Gleichzeitig ist dieser Komfort aber auch die größte Falle, die es überhaupt gibt. Wir leben in einer der besten Zeiten in der Menschheitsgeschichte. Nie war es so einfach Krankheiten zu heilen, über 80 Jahre alt zu werden und dabei verhältnismäßig wenig arbeiten zu müssen. Wir leben im Überfluss. Niemand muss hungern und jeder kann nahezu alles aus seinem Leben machen.

Warum die Komfortzone der größte Feind ist

Wer das Bequeme sucht, der wird auf Dauer unglücklich. Warum? Die eigenen Fähigkeiten können sich nicht weiterentwickeln und der Verstand wird nicht geschärft. Wer zum Beispiel jahrelang im gleichen Job bleibt, obwohl dieser Job schon längst keine Befriedigung mehr ist, der ist Gefangener seiner eigenen Komfortzone. Wer nicht in der Lage ist sich von einem Partner zu trennen, der nicht gut für einen ist, der ist Gefangener seiner Komfortzone. Wer selbständig ist, wenig Geld verdient und immer wieder das gleiche versucht, der ist Gefangener seiner Komfortzone. Wer sich zu dick fühlt und seine Ernährung nicht umstellt bzw. kein Sport macht, der ist Gefangener seiner Komfortzone.

Die 7 Hauptgründe für das Gefangensein in der eigenen Komfortzone

  1. Angst: der erste und wichtigste Grund ist schlicht und ergreifend Angst. Die Menschen haben Angst vor dem Ungewissen und vor dem Neuen. Es scheint so, als wären die Menschen von Natur aus auf das Vertraute und Bekannte fixiert. Aussprüche wie „… da weiß ich wenigstens was ich hab'“ oder „so schnell werd‘ ich nichts besseres finden“ sind klare Anzeichen dafür, dass jemand in seiner Komfortzone gefangen ist. 
  2. Rückwärtsdenken: viele Menschen sind in Gedanken wesentlich häufiger in der Vergangenheit, als in der Gegenwart oder in der Zukunft. Aussprüche wie „früher war alles besser“ oder „wenn es doch wieder so wäre als…“ sind Anzeichen für Rückwärtsdenken und ein übertriebenes Anhaften an Vergangenem.
  3. Faulheit: Das hört sich vielleicht banal an, aber es ist mit Abstand die größte Krankheit der heutigen Gesellschaft. Die meisten Menschen machen nur so viel wie sie müssen. Hinterher wundern sie sich dann, dass sie weniger haben als andere: weniger Geld, weniger Freunde, weniger Gesundheit oder auch weniger Freizeit. Es gibt unzählige Menschen auf dieser Welt, die Talent haben. Doch das größte Talent oder die größte Intelligenz nutzen einem nichts, wenn man nicht Tag für Tag daran arbeitet seine Talente in greifbaren Nutzen für andere umzuwandeln.
  4. Fehlendes Bewusstsein für die Gefahr, die von zu viel Komfort ausgeht: vielen Menschen ist auch einfach nicht klar, welche Rolle die Komfortzone im eigenen Leben spielt. Wer versucht den Status Quo – also den jetztigen Zustand – zu halten, der steigt ab. Wer zB. bei der Arbeit nur noch „Dienst nach Vorschrift“ macht, der hat innerlich bereits gekündigt und verschwendet wertvolle Lebenszeit, so lange er oder sie nicht den Schritt wagt, endlich zu kündigen. Sehr deutlich sieht man die Gefahr der Komfortzone auch bei Selbständigen oder Unternehmern. Wer sich nur ansatzweise anfängt auf seinen „Lorbeeren“ auszuruhen, der hat vielleicht schon im nächsten Monat Probleme seine Miete zu zahlen.
  5. Die falschen Menschen im eigenen Umfeld: diesen Punkt kann ich gar nicht oft genug betonen. Wer sich mit Menschen umgibt, die wenig von sich selbst und anderen fordern, der läuft Gefahr ein Leben im Mittelmaß oder schlimmer noch – am Existenzminimum – zu führen. Besser ist es Menschen im unmittelbaren Umfeld zu haben, die einen immer wieder aufs Neue herausfordern das Beste aus sich zu machen.
  6. Keine klaren Ziele für das eigene Leben haben: wer sich nicht im Klaren darüber ist, wer er ist und wohin er will, der wird es besonders schwer haben seine Komfortzone zu verlassen. Wer jedoch den brennenden Wunsch in sich spürt bestimmte Dinge zu erleben, zu haben oder jemand bestimmtes zu sein – der wird keine Mühe scheuen, um genau diese Ziele auch zu erreichen.
  7. Die Illusion, dass sich die Dinge von selbst ändern werden: machen wir uns nichts vor… viele Menschen hoffen, dass sich die Dinge irgendwann von selbst ändern. Populäre Filme wie „The Secret“ zeigen zwar, wie das Gesetz der Anziehung funktioniert… etwas wesentliches wird hier aber außen vor gelassen. Ohne aktives Tun bzw. Handeln kann und wird sich nichts ändern, niemals.

Filmempfehlung

Wer etwas darüber lernen will, was es bedeutet die eigene Komfortzone zu verlassen, dem empfehle ich den Film 300. In diesem Film wird eine der wichtigsten Schlachten zwischen den Griechen (Sparta) und dem persischen Reich thematisiert. Kälte, Disziplin, Kampfesmut und die Bewahrung des höchsten Guts – der Freiheit – sind Themen dieses Films.

komfortzone_verlassenMir hat der Film deshalb gut gefallen, weil mir dadurch nochmal bestätigt wurde, in was für einer Luxus Gesellschaft wir uns heute befinden. Wir müssen nicht mehr hart kämpfen… und wir müssen den Tod lange Zeit nicht wirklich fürchten. Und trotzdem hatten die alten Spartaner uns etwas voraus… sie haben für eine Sache gekämpft und das Leben deshalb auch stärker in sich gespürt als viele von uns in einer vergleichweise „weichen“ Gesellschaft.

Wer es schafft in der heutigen Gesellschaft den gleichen Kampfeswillen aufzubringen wie die Spartaner, der wird vielleicht keine Schlachten gewinnen – aber der wird zweifelsohne in der Lage sein ein Unternehmen aufzubauen, Mitarbeiter zu führen oder den ersten Platz bei der Tour der France zu belegen.

Ich wünsche jedem von uns den gleichen Kampfeswillen und die Entschlossenheit das beste aus dem eigenen Leben zu machen.

 

{ 2 Kommentare… sie unten lesen oder einen hinzufügen }

Tom August 1, 2013 um 08:02

Guter Post.

Antworten

Tim August 2, 2013 um 14:00

Schöner Artikel,

vor allem die 7 Punkte im „Troubleshooting“ Stil gefallen mir. Ich glaube eines der Hauptprobleme ist, dass viele sich einfach nicht bewusst sind, wieso genau sie sich jetzt nicht überwinden können.

Das wirklich zu erkennen dauert natürlich seine Zeit, lohnt sich aber ungemein. Es vergrößert sich nicht nur die Komfortzone sondern gleich auch noch das Level an Bewusstheit und damit einhergehend auch das Selbstwertgefühl.

Grüße

Tim 🙂

Antworten

Einen Kommentar hinterlassen

Vorheriger Beitrag:

Nächster Beitrag: